Wirtschaftsvermittlung

Rechtliche Grundlagen

Die Wirtschaftsvermittlung wird in den für den Schweizer Finanzdienstleistungssektor geltenden Bestimmungen zum Anlegerschutz geregelt gemäss dem Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG).

Gegenstand

Gegenstand der Wirtschaftsvermittlung können tatsächliche Streitigkeiten über Ansprüche, wie auch jede Art legitime Rechte sein, wie z.B. das Recht auf Aushändigung von Dokumenten, Datenschutz oder die Einhaltung von Transparenz- oder Verhaltensregeln.

Initiant

Das Verfahren ist eingeleitet entweder von einem angeschlossenen Unternehmen oder von dessen Kunden.

Wenn die dieselben Probleme, welche derselbe Unternehmen betreffen, sich auf mehrere Kunden beziehen, können diese einen gemeinsamen Vertreter bestellen.

Zugangsbedingungen

Ein Vermittlungsantrag ist zulässig, wenn die folgenden fünf Bedingungen erfüllt sind:

  • Der Antrag wird gemäss den auf der FINSOM-Website verfügbaren Anweisungen eingereicht.
  • Der Einleiter glaubhaft macht, dass sie oder er zuvor die andere Partei über ihren oder seinen Standpunkt informiert und versucht hat, sich mit ihr zu einigen.
  • Der Antrag ist nicht offensichtlich missbräuchlich.
  • Es wurde schon keine Vermittlungsverfahren bereits durchgeführt in der gleichen Sache.
  • Weder eine Schlichtungsbehörde noch ein Gericht, ein Schiedsgericht oder eine Verwaltungsbehörde mit der Sache befasst ist oder war.

Anträge, die die Zugangsbedingungen nicht erfüllen, werden abgelehnt.