FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wer muss sich einer FIDLEG-Ombudsstelle anschliessen?

  • Finanzdienstleister und Kundenbetreuer im Sinne des Finanzdienstleistungsgesetzes (FIDLEG), inkl. Unternehmen, die nur institutionelle oder professionelle Kunden ansprechen.
  • Finanzinstitutionen im Sinne des Finanzinstitutsgesetzes (FINIG).
  • Handelsprüfer im Sinne des Edelmetallkontrollgesetzes (EMKG).

Wie viele FIDLEG-Ombudsstellen wird es geben?

Die Anzahl der Ombudsstellen wird davon abhängen, ob sich die Finanzdienstleister für eine Zentralisierung bei einer Ombudsstelle und die Maximierung von Skaleneffekten im gemeinsamen Interesse entscheiden, oder ob sie sich für die Schaffung mehrerer neuer Ombudsstellen entscheiden.

Die Weltbank hat bereits seit 2012 einen Trend zur Zentralisierung festgestellt, insbesondere um das Risiko einer geringen Anzahl von Verfahren pro Ombudsstelle zu verringern.

In der Schweiz gibt es in einem Sektor selten mehr als eine Ombudsstelle: https://www.ch.ch/en/ombudsman-service/

Was sind die Tätigkeiten der FIDLEG-Ombudsstelle?

Neben der Vermittlung (Art. 74 FIDLEG) veröffentlicht eine vom EFD anerkannte Ombudsstelle einen jährlichen Tätigkeitsbericht (Art. 86 FIDLEG), entscheidet über die Zulassung oder den Ausschluss einer Gesellschaft und informiert und tauscht Informationen im Rahmen der Marktaufsicht aus (Art. 83 und 88 FDLEG).

In welcher Sprache wird die Vermittlung durchgeführt?

Das Verfahren wird in der Amtssprache des Bundes durchgeführt, die die Kundin oder der Kunde wählt. Vorbehalten bleiben abweichende Vereinbarungen zwischen den Parteien, soweit sie sich im Rahmen des Verfahrensreglements der Ombudsstelle halten.

Wer finanziert die Ombudsstelle und das Vermittlungsverfahren ?

Unabhängig von der Anzahl der Verfahren müssen die Finanzdienstleister die Bereitstellung von Infrastruktur und Stammpersonal finanzieren, das verfügbar und in der Lage ist, Vermittlungsverfahren in den vorgesehenen oder vereinbarten Sprachen durchzuführen.

Nach dem Kausalitätsprinzip trägt jeder an einem Vermittlungsverfahren beteiligte Anbieter die Kosten des Verfahrens. Das Vermittlungsverfahren sollte für den Kunden kostengünstig oder sogar kostenlos sein.

Finanzdienstleister finanzieren daher die Ombudsstelle, der sie angeschlossen sind, einschließlich des Anfangskapitals, des Betriebskapitals und der Verfahrenskosten.

Kann sich eine Branchenorganisation im Namen ihrer Mitglieder anschließen?

Es ist nicht möglich, dass sich eine Branchenorganisation an Stelle ihrer Mitglieder anschließt. Dies würde ein Problem für die Erfüllung der Informations- und Aufsichtspflichten der Ombudsstelle darstellen, die Teil ihres gesetzlichen Auftrags ist. Der Anschluss muss im Namen jedes angeschlossenen Finanzdienstleisters erfolgen, unabhängig davon, ob er zu einer Gruppe angeschlossener Finanzdienstleister gehört oder nicht.